Wirtschaftsweitblick

Fachbeiträge zu Personal, Führung und Branchenlage im Mittelstand

Branchen und Märkte

Konjunktur wird dort konkret, wo ein Betrieb kalkuliert. Diese Rubrik nimmt einzelne Branchen auseinander, von der Frachtkalkulation bis zur Werbeordnung, und ordnet die Lage in Zahlen ein.

Auswirkungen der Inflation: was die Teuerung im Betrieb verursacht

Inflation trifft einen Betrieb nicht als Durchschnittswert, sondern über einzelne Kostenpositionen, die sich sehr unterschiedlich entwickeln. Während die Gesamtrate im September 2026 bei 3,3 Prozent lag, verteuerte sich Energie im selben Monat um fast 15 Prozent. Dieser Beitrag ordnet die aktuellen Werte ein, erklärt die Messung und zeigt, an welchen Stellen die Teuerung in der betrieblichen Kalkulation ankommt.

Rezession und Unternehmen: Folgen für Auftragslage und Liquidität

Eine Rezession beginnt für die meisten Betriebe nicht mit einer Meldung, sondern mit längeren Zahlungszielen und zögerlichen Zusagen. Statistisch messbar wird sie erst, wenn sie schon mehrere Monate läuft. Dieser Beitrag klärt, ab wann eine Rezession vorliegt, wie die deutsche Wirtschaft derzeit tatsächlich dasteht und welche Maßnahmen einen Betrieb durch eine Abschwungphase tragen.

LKW Transport Kostenrechner: was Lademeter, Palette und Kilometer kosten

Wer eine Sendung kalkuliert, braucht zuerst zwei Werte: den Preis je Lademeter und den Preis je Kilometer. Alles andere im Frachtpreis sind Zuschläge auf diese Basis. Dieser Beitrag nennt die marktüblichen Spannen für Lademeter, Palettenstellplatz und Kilometersatz, zeigt, aus welchen Betriebskosten der Kilometerpreis entsteht, und sagt, an welcher Stelle ein Online-Rechner aufhört, belastbar zu sein.

LKW-Transport beauftragen: von der Anfrage bis zur Haftung

Die Vergabe eines Lkw-Transports entscheidet sich nicht am Preis, sondern an der Vollständigkeit der Anfrage. Fehlen Angaben zu Maßen, Gewicht oder Zugänglichkeit, kalkuliert jede Spedition einen anderen Fall, und die Angebote werden unvergleichbar. Dieser Beitrag beschreibt, welche Angaben in eine Anfrage gehören, wie sich Angebote vergleichen lassen und welche Haftungsgrenzen im Schadensfall gelten.

Was macht eine Spedition: Leistungen, Aufbau und Ablauf

Eine Spedition fährt nicht zwingend selbst. Sie organisiert die Versendung, wählt Frachtführer aus, bündelt Sendungen und haftet für das, was sie zusagt. Der Unterschied zum reinen Transportunternehmen steht im Handelsgesetzbuch und entscheidet darüber, wer bei einem Schaden wofür einsteht. Dieser Beitrag ordnet Leistungen, Aufbau und Ablauf einer Spedition ein und grenzt die Rollen von Verlader, Spediteur und Frachtführer voneinander ab.

WIG-Schweißverfahren: Technik, Werkstoffe und Abgrenzung zu MIG und MAG

WIG ist das langsamste der gängigen Schutzgasverfahren und zugleich das, mit dem sich die saubersten Nähte erzeugen lassen. Wo eine Naht dicht, spritzerfrei und ohne Nacharbeit sein muss, führt selten ein Weg daran vorbei. Dieser Beitrag ordnet das Verfahren nach seiner Prozessnummer ein, grenzt es gegen MIG, MAG und Autogen ab und beschreibt, worauf es bei Stahlguss und bei nichtrostenden Stählen ankommt.

Schweißautomation für kleine Betriebe: Stufen, Kosten, Voraussetzungen

Schweißautomation scheitert in kleinen Betrieben selten an der Technik und fast immer an der Vorbereitung der Bauteile. Ein Roboter schweißt eine Naht so, wie sie zugeführt wird, und verzeiht nichts. Dieser Beitrag ordnet ein, ab welcher Stückzahl sich die Mechanisierung rechnet, welche Stufen zwischen Handschweißung und Roboterzelle liegen und welche Vorarbeiten über das Ergebnis entscheiden.

Werbeverbot für Notare: was Paragraf 29 BNotO regelt

Für Notare gilt kein allgemeines Werbeverbot, sondern ein Verbot berufswidriger Werbung. Der Unterschied steht in einem einzigen Satz der Bundesnotarordnung und entscheidet darüber, welche Sichtbarkeit zulässig ist und welche das Amt beschädigt. Dieser Beitrag gibt den Wortlaut von Paragraf 29 BNotO wieder, ordnet die vier Absätze ein und benennt die Folgen eines Verstoßes.

Werberichtlinien der Notarkammern: welche Maßnahmen zulässig sind

Paragraf 29 BNotO nennt den Maßstab, aber keine Beispiele. Die Übersetzung in den Kanzleialltag leisten die Richtlinien der Notarkammern, die auf einer Empfehlung der Bundesnotarkammer aufbauen. Daraus ergibt sich ein erstaunlich klarer Katalog: Suchmaschinenoptimierung ist zulässig, bezahlte Suchanzeigen sind es nicht. Dieser Beitrag ordnet den Katalog nach Maßnahmen und erklärt die Logik dahinter.

Neue Notarkanzlei: Sichtbarkeit aufbauen im Rahmen des Werbeverbots

Eine neu errichtete Notarkanzlei steht vor einem ungewöhnlichen Problem: Sie braucht Bekanntheit, darf aber nicht werben. Lösbar ist das nur über eine Reihenfolge, in der die zulässigen Maßnahmen aufeinander aufbauen. Dieser Beitrag beschreibt diese Reihenfolge, vom Amtsantritt über die Website bis zum Netzwerk, und benennt die Fehler, die sich am Anfang am teuersten korrigieren lassen.

Haus verkaufen mit Makler: Ablauf, Unterlagen und Fristen

Ein Hausverkauf über einen Makler dauert vom Erstkontakt bis zur Schlüsselübergabe mehrere Monate, und der größte Teil dieser Zeit entfällt nicht auf die Suche nach einem Käufer. Entscheidend sind die Vorbereitung, die Bonitätsprüfung der Interessenten und die Abwicklung nach der Beurkundung. Dieser Beitrag beschreibt den Ablauf Station für Station und nennt die Punkte, an denen Verkäufe regelmäßig scheitern.

Immobilie als Kapitalanlage: Mietrendite, Nebenkosten und Hebeleffekt

Eine vermietete Immobilie rechnet sich nicht über den Kaufpreis, sondern über das Verhältnis aus Nettomietrendite und Finanzierungszins. Liegt die Rendite unter dem Zins, arbeitet die Anlage gegen den Eigentümer, unabhängig davon, wie gut die Lage ist. Dieser Beitrag zeigt, wie sich beide Werte berechnen lassen, welche Nebenkosten die Rechnung verschieben und ab wann ein Kauf wirtschaftlich keinen Sinn mehr ergibt.

Immobilienmakler: welche Leistungen die Provision deckt

Seit der gesetzlichen Teilung der Maklerkosten Ende 2020 ist die Frage nach dem Nutzen eines Maklers neu zu stellen, weil der Verkäufer nun mindestens die Hälfte der Provision trägt. Damit wird der Makler für die Verkäuferseite zu einer Investition, die sich rechnen muss. Dieser Beitrag beschreibt, welche Leistungen tatsächlich erbracht werden, woran sich Qualität erkennen lässt und in welchen Konstellationen ein Verkauf ohne Makler die bessere Wahl ist.

Saunamanufakturen in Deutschland: Ablauf, Durchlaufzeit und Grenzen

Eine Saunamanufaktur ist ein Holzbaubetrieb mit Losgröße eins. Jeder Auftrag beginnt mit einem Aufmaß vor Ort und endet mit einer Montage, zwischen beiden liegt eine Konstruktion, die es vorher nicht gab. Dieser Beitrag beschreibt, wie dieses Geschäftsmodell arbeitet, warum die Durchlaufzeiten sind, wie sie sind, und welche Rolle der Nachwuchsmangel im Holzhandwerk für die Branche spielt.

Saunahersteller in Deutschland: Marktstruktur, Fertigungstiefe und Nachweise

Der Begriff Saunahersteller deckt in Deutschland drei sehr verschiedene Geschäftsmodelle ab: Manufakturen, die jede Kabine einzeln bauen, Serienfertiger mit Katalogprogramm und Händler, die importierte Bausätze unter eigenem Namen verkaufen. Wer Angebote vergleicht, vergleicht deshalb häufig Dinge, die nicht vergleichbar sind. Dieser Beitrag ordnet den Markt nach Fertigungstiefe, erklärt, woran sich eine Fertigung in Deutschland erkennen lässt, und nennt die Nachweise, die ein Hersteller erbringen muss.