Wirtschaftsweitblick

Fachbeiträge zu Personal, Führung und Branchenlage im Mittelstand

Recruiting und Personal

Offene Stellen kosten Geld, bevor sie jemand bemerkt. Diese Rubrik rechnet nach, welche Wege der Personalgewinnung in welcher Betriebsgröße tragen, und welche Kennzahlen dabei überhaupt etwas aussagen.

Fachkräftemangel in Deutschland: Ausmaß, Ursachen und Maßnahmen für Betriebe

Der Fachkräftemangel ist für mittelständische Betriebe keine Prognose mehr, sondern eine Position in der Kalkulation. Wer eine Stelle über Monate nicht besetzt, verschiebt Aufträge, zahlt Überstunden und verliert Kunden an Wettbewerber mit vollständiger Mannschaft. Dieser Beitrag ordnet ein, wie groß die Lücke tatsächlich ist, woher sie kommt und welche Maßnahmen in einem Betrieb unter 250 Beschäftigten überhaupt etwas bewegen.

Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst: wo der Spielraum liegt

Der öffentliche Dienst konkurriert um dieselben Fachkräfte wie die Privatwirtschaft, aber unter anderen Regeln. Gehälter sind tariflich festgelegt, Stellen müssen ausgeschrieben werden, und zwischen Bewerbung und Zusage liegen Verfahrensschritte, die sich nicht abkürzen lassen. Dieser Beitrag beschreibt, wo die eigentlichen Nachteile liegen, welche Vorteile unterschätzt werden und welche Stellschrauben Verwaltungen tatsächlich bewegen können.

Personalengpässe beheben: kurzfristige Wege und ihre Grenzen

Ein Personalengpass und ein Fachkräftemangel sind verschiedene Probleme mit verschiedenen Lösungen. Der Engpass ist kurzfristig, hat einen konkreten Auslöser und verlangt eine Entscheidung innerhalb von Tagen. Dieser Beitrag ordnet die Auslöser, stellt die kurzfristig verfügbaren Wege mit ihren Kosten und Fristen gegenüber und beschreibt, wie sich wiederkehrende Engpässe strukturell auflösen lassen.

Google for Jobs: Stellenanzeigen mit JobPosting-Markup ausspielen

Stellenanzeigen erscheinen in den Jobergebnissen von Google nicht durch Bezahlung, sondern durch strukturierte Daten. Wer das JobPosting-Markup korrekt ausliefert, erreicht Bewerber, die weder eine Jobbörse noch die eigene Karriereseite angesteuert hätten. Dieser Beitrag nennt die erforderlichen und empfohlenen Eigenschaften, die Inhaltsrichtlinien und die Fehler, an denen Anzeigen regelmäßig scheitern.

LinkedIn Recruiting: gezielte Ansprache qualifizierter Fachkräfte

LinkedIn ist kein Kanal für die Breite, sondern für qualifizierte Angestellte mit gepflegtem Profil. Für gewerbliche Berufe ist die Plattform weitgehend wirkungslos, für kaufmännische und technische Positionen oft der direkteste Weg. Dieser Beitrag ordnet ein, für welche Rollen sich der Aufwand lohnt, wie die Einzelansprache aufgebaut sein muss und wo die Plattform an Grenzen stößt.

TikTok Recruiting: Ausbildungsplätze über Kurzvideos besetzen

TikTok ist für Betriebe vor allem ein Kanal zur Besetzung von Ausbildungsplätzen. Die Altersgruppe, die dort erreichbar ist, entscheidet in genau der Lebensphase über ihren Berufsweg, in der klassische Stellenanzeigen sie nicht erreichen. Dieser Beitrag beschreibt, welche Formate tragen, wie die ersten Sekunden aufgebaut sein müssen und welche rechtlichen Punkte vor der ersten Aufnahme zu klären sind.

Social Recruiting: wie Betriebe Menschen ohne Suchabsicht erreichen

Social Recruiting unterscheidet sich von der Stellenanzeige in einem Punkt: Es erreicht Menschen, die gar nicht suchen. Eine Anzeige wartet darauf, gefunden zu werden, ein ausgespielter Beitrag erscheint ungefragt im Feed. In Berufen, in denen kaum jemand aktiv sucht, ist das der entscheidende Unterschied. Dieser Beitrag klärt, was dazugehört, wie sich die Kanäle unterscheiden und wo die Methode an Grenzen stößt.

Social-Recruiting-Strategie entwickeln: Vorgehen und Entscheidungen

Eine Social-Recruiting-Strategie entsteht nicht am Kanal, sondern an der Frage, warum jemand seinen bestehenden Arbeitsplatz verlassen sollte. Wer darauf keine konkrete Antwort hat, erzeugt Reichweite ohne Wirkung. Dieser Beitrag beschreibt das Vorgehen in sechs Schritten, von der Zielgruppenbeschreibung bis zum Prozess dahinter, und nennt die Entscheidungen, die vor dem ersten Beitrag fallen müssen.

Vorteile und Grenzen von Social Recruiting

Der Nutzen von Social Recruiting lässt sich auf einen Satz bringen: Es erschließt den Teil des Arbeitsmarktes, der nicht sucht. Alles andere, von der Reichweite bis zur Arbeitgebermarke, folgt daraus oder ist Nebeneffekt. Dieser Beitrag ordnet die Vorteile nach ihrem tatsächlichen Gewicht, benennt die Grenzen ebenso deutlich und sagt, für welche Betriebe die Rechnung nicht aufgeht.

Kennzahlen im Social Recruiting: welche Werte wirklich tragen

Die meisten Betriebe messen im Social Recruiting das Falsche. Reichweite und Klicks sind leicht verfügbar und sagen wenig, während die Kennzahlen mit betriebswirtschaftlicher Aussagekraft eine eigene Erhebung verlangen. Dieser Beitrag nennt die Kennzahlen, die tragen, mit Definition und Rechenweg, und ordnet ein, welcher Wert welche Entscheidung auslöst.

Mitarbeitergewinnung für Steuerkanzleien: Argumente und Wege

Steuerkanzleien konkurrieren bei der Personalgewinnung nicht nur untereinander, sondern mit Industrieunternehmen, die dieselben Qualifikationen suchen und sie besser bezahlen. Wer in dieser Lage über das Gehalt gewinnen will, verliert. Dieser Beitrag beschreibt, welche Argumente Kanzleien tatsächlich haben, welche Wege zu Bewerbern führen und warum die Ausbildung für kleine Kanzleien der verlässlichste Zugang bleibt.

Steuerfachangestellte einstellen: Auswahl, Zusage und Einarbeitung

Die Einstellung einer Steuerfachangestellten entscheidet sich selten im Vorstellungsgespräch und fast immer in den ersten Wochen danach. Wer die Einarbeitung dem Zufall überlässt, verliert die neue Kraft in der Probezeit und beginnt von vorn. Dieser Beitrag beschreibt, wie ein belastbares Anforderungsprofil entsteht, worauf im Auswahlverfahren zu achten ist und wie eine Einarbeitung aufgebaut wird, die trägt.

Talententwicklung: Fachkräfte aufbauen statt suchen

Talententwicklung ist für mittelständische Betriebe keine Personalmode, sondern die einzige Quelle, die sich nicht am Arbeitsmarkt erschöpft. Wer eine Fachkraft nicht findet, kann sie aufbauen, und das dauert kürzer, als die meisten annehmen. Dieser Beitrag beschreibt, wie sich Entwicklungsbedarf bestimmen lässt, welche Formate ohne Personalabteilung funktionieren und woran interne Entwicklung regelmäßig scheitert.